In der B2B Anwendung schaut man oft skeptisch auf Facebook und die Möglichkeiten zum Einsatz im eigenen Unternehmen. Dafür hat die Plattform bereits seit Jahren erfolgreich das Format der Lead Ads (Lead Forms) im Einsatz, die wie mobile Landingpages funktionieren. Diese haben einige entschiedene Vorteile ggü. klassischen Landingpages:

  • Es gibt keine Ladezeiten beim Aufruf der Lead Formulare, da das Hosting bei Facebook liegt und mit der Nutzung der App die Daten bereits geladen werden. Tatsächlich sind Nutzer häufig sehr ungeduldig und brechen den Ladevorgang auf klassische Landingpages oft ab, auch wenn es nur einen Bruchteil einer Sekunde dauert. Diese Abbrecher gibt es bei den Lead Ads nicht.
  • Dennoch füllen nicht alle Nutzer ein Formular sofort aus, wenn sie darauf klicken. Der Vorteil ggü. klassischen Landingpages ist hier, dass Werbetreibende zu 100% tracken können, ob ein Formular ausgefüllt wurde oder nicht. Im letzteren Fall lässt sich eine Retargeting Zielgruppe über den Ausschlus “People who opened but didn’t submit form” erstellen. Dies können Werbetreibende aufgrund “Trackinghürden” (Cookies, iOS etc.) auf normalen Landingapges nicht realisieren.
  • Formularinformationen können vorausgefüllt werden. Dies ist Fluch und Segen zugleich, da es Nutzern so vereinfacht wird, ihre Daten einzutragen (Segen). Die Daten können jederzeit überschrieben werden, sollten die Informationen im eigenen Profil aber nicht aktuell oder korrekt sein (Fluch), den ein Profil “Blumenfreund83” ist vielleicht nicht immer passend 😉
  • Natürlich können die gewonnenen Leads direkt in ein CRM integriert werden, um bspw. ein double opt-in auszulösen. Hierfür gibt es viele vorgefertigte Systemintegration aber auch hilfreiche Workarounds.
  • Zusätzlich bietet Meta ein eigenes Kampagnenziel “Lead Gen” welches ausschließlich auf dieses Format ausgelegt ist. Websites oder Landingpages ohne Tracking haben damit eine hilfreiche Alternative ggü. klassischen Conversion oder Traffic Kampagnen.

Meta hat in einem Update nun eine Reihe neuer Tools zur Leadgenerierung angekündigt und teilweise schon ausgerollt. Diese richten sich v.a. an klassische KMUs und verbinden die 3 großen Apps im Meta Universum, so dass Ads in der Facebook oder Instagram App direkt einen Chat in Whats App starten.

  • Lead-Filterung: Meta führt Multiple Choice Fragen in die Leadformulare ein. Dadurch lassen sich die Leads im Nachgang deutlich besser filtern und nachbearbeiten.
  • PDF Download: YAY ? , endlich können auch PDF Dateien direkt im Formular angehangen werden. Diese Funktion kennen wir schon ähnlich von LinkedIn und freuen uns sehr darüber. Die Funktion ist noch in beta und der Rollout erst für Q3 vorgemerkt.
  • Die Leadformulare von Meta waren bisher etwas. Zukünftig will das Unternehmen mehr Möglichkeiten zur Gestaltung bieten, was die Abschlussraten weiter erhöhen soll.

Alles in Allem gute Updates zu Lead Ads. Die Entwicklung ist für uns nachvollziehbar, da Lead Ads ein wirklich starkes Tool v.a. in der B2B Welt geworden sind und v.a. vor dem Hintergrund des schwierigeren Trackings (Stichwort iOS 14.5) eine hilfreiche und erfolgreiche Alternative zu Landingpages darstellen.

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